Soldat Mike

Name: Michael Kinateder
Geb.: 1982
Aufgabe im Verein: Zeugwart
im Verein seit 2002
Stand:
Sonstiges: Vorstandsmitglied
zuständig für Mittelalterliche Foltermethoden

 

Dargestellte Person:
Henker (Mike Blood ) im dienste von Edward dem Schwarze Prinz

Mike Blood wurde als einziger Sohn eines Bauern im Jahre des Herrn 1334 ausserhalb einer Stadt in Cornwall geboren. Er sollte einmal den Hof übernehmen und wurde dementsprechend erzogen. Doch schon im Alter von knapp neun Jahren war ihm klar, dass dies nicht die Art Leben ist, das er sich für sich vorstellte. Mike hielt es noch drei Jahre auf den elterlichen Hof aus, als er sich dann während einer stürmischen Nacht kurz nach seinem zwölften Geburtstag davonstahl und sein Glück in einer der entfernten größeren Städte suchte.
Schon früher, wenn sein Vater ihn mit in einer der Städte nahm um die Früchte des Feldes zu Geld zu machen und sie zufällig bei einer Hinrichtung anwesend sein konnten, faszinierte ihn dieser Berufszweig. So dauerte es nicht lang und er fand einen Henker, der ihn nach langem Betteln seinerseits in seine Dienste nahm. Nach und nach wurde er vom einfachen Handlanger des Henkers von diesem immer mehr in diese Kunst eingeführt. Im Alter von sechzehn Jahren begann dann die eigentliche Ausbildung zum Henker. Mike war nach wie vor begeistert und so legte er ungwöhnlichen Lerneifer an den Tag, verinnerlichte sich sämtliche Arten der Folter und Hinrichtung. Schon zwei Jahre später war es soweit und er durfte selbst den ersten Verurteilten vom Leben zum Tode befördern.
Im Laufe der Jahre wurde Mike Blood immer bekannter, Städte holten sich den Henker, dem niemals ein Fehler unterlief und bezahlten ihn gut. Sein Meister, der ihn ausgebildet hat, starb kurz nach dem zwanzigsten Geburtstag von Mike und so erbte er dessen schmutziges Geschäft. Schließlich drang der gute Ruf des Henkers bis an den englischen Königshof und Prinz Edward, der sich auf dem Weg nach Frankreich befand und viele Männer um sich scharrte die ihn auf diesem Kriegszug begleiten wollten, rief Mike Blood zu sich und verpflichtete ihn als Henker in seinem Heer. Seitdem zog dieser mit dem schwarzen Prinzen durch die Lande. Nach dem Tod von Prinz Edward 1376 verlässt auch Mike Blood das englische Heer um sich in Cornwall in der Nähe seiner Geburtsstätte wieder sesshaft niederzulassen. Vier Jahre später, also 1384 verstarb der Henker Mike Blood im Alter von 50 Jahren kinderlos und nach 2831 Hinrichtungen in seinem Haus ausserhalb der Stadt.

Der Henker

Der Scharfrichter wurde im Mittelalter auch als Henker, Freimann, Schinder, Züchtiger bezeichnet. Die Tätigkeit des Scharfrichters stellte den unmittelbaren Umgang mit dem Hinzurichtenden dar und war eine offizielle Tötungshandlung, in beiden Fällen deshalb verbunden mit starkenEmotionen und Vorstellungen. So war der Scharfrichter immer Objekt des Aberglaubens und damit Relikt des magisch-sakralen Weltbildes, obwohl er selbst erst ab dem 13. Jahrhundert in Erscheinung trat.

Ursprünglich wurde der Verurteilte dem Kläger zur Vollstreckung übergeben, der diese selbst durchführte oder von seinen Sklaven durchführen ließ.

Lange Zeit jedenfalls war der “Nachrichter”, d.h. derjenige, der nach dem Gericht richtete, ein Mensch, der das Töten nicht gelernt hatte. Außer er war ein Dienstmann des Grafen, der häufig für diese Arbeit herangezogen wurde.

Es waren wiederum die Städte, die in ihren Mauern keine Leibeigenen kannten, und deren Einwohner als biedere Bürger sich mehr dem Handel und dem Handwerk zuwandten, als schädliche Leute zu töten, die ein eigenes Amt des Henkers einführten. Die Ausgestaltung des Strafensystems brachte bald die Notwendigkeit mit sich, einen berufsmäßigen Scharfrichter zu bestellen.

Das Amt des Henkers galt jedoch als unehrenhaft und er wurde von der Bevölkerung gemieden, da diese an dämonische und magische Kräfte glaubte, die von ihm ausgingen. Kein Scharfrichter durfte so innerhalb der Stadt wohnen (oder höchstens am Rand) und er hatte auffällige Kleider zu tragen, damit ihn niemand zufällig berührte und so mit seinen übernatürlichen Kräften in Kontakt kam.

Auch bei der eigentlichen Hinrichtung spielten magische Kräfte eine Rolle, welche jedoch nicht vom Henker, sondern vom Verurteilten ausging. So versuchte man mit der Henkersmahlzeit den Geist des Verurteilten freundlich zu stimmen und selbst der Scharfrichter entschuldigte sich vor der Vollstreckung bei dem Angeklagten. In manchen Fällen versuchte der Henker, dem Leiden des Verurteilten ein rasches Ende zu bereiten (z.B. beim Rädern, Verbrennen usw.) und erstach ihn heimlich, bevor die eigentliche Tötung begann.